die Umgebung der Gartenanlage

Berlin - Pankow und Niederschönhausen

Lageplan Niederschönhausen
Niederschönhausen und Alte Baumschule
Schloss Schönhausen 1787
Schloss Schönhausen 1787

Regionaler Ausgangspunkt unserer Gartenregion ist das Stadtgebiet Niederschönhausen mit seinem Schloss Schönhausen.

Das Schloss Schönhausen ist ein Barockschloß mit Park an der Panke, dessen Ursprünge auf das Jahr 1662 zurückgehen. Damals lag Niederschönhausen - NICHT zu verwechseln mit Hohenschönhausen - noch weit außerhalb von Berlin.

1691 erwarb der Kurfürst Friedrich II von Brandenburg das Anwesen und ließ es in den nachfolgenden Jahren weiter ausbauen.

Sein Nachfolger König Friedrich Wilhelm I von Preußen hatte jedoch wenig Interesse an diesem Herrensitz.

Königin Elisabeth Christine, Gattin von König Friedrich II, fand Gefallen an dem vernachlässigten Schloß, sodaß Ihr königlicher Gemahl es ihr 1740 schenkte.

Im Siebenjährigen Krieg 1756-1763 drangen russische Truppen bis nach Berlin vor und zerstörten das Herrengut fast vollständig.

Schloss Niederschönhausen
Schloss Nieder-Schönhausen

Ab 1764 wurde das Schloß in seiner heutigen Form wieder aufgebaut.

Nach dem Tod der Königin Elisabeth Christine, besonders seit dem 19. Jh, wurde das Anwesen wieder vernachlässigt.

Nach Ende der Monarchie in Deutschland ging das Schloß 1920 in das Eigentum des Deutschen Reiches über.

1949-1960 war hier der Amtssitz des 1. Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck.

Bis zur Wende 1989/1990 wurde das Gebäude als Gästehaus der DDR-Regierung genutzt.

ehemaliger Gutshof Rosenthal

Im Jahr 1998 führte die Bodendenkmalpflege des Landesdenkmalamtes Berlin auf dem ehemaligen Gutshof Rosenthal Ausgrabungen durch. Dabei fanden sich vor allem Hinweise auf die mittelalterliche Bebauung. Dazu gehörten die Rest eines verbrannten Holzkellers, der in die Gründungszeit des Dorfes um ca. 1230 datiert werden konnte.

Ein weitere Fund war ein 1,50m in den Lehmboden eingetieftes Feldstein-Fundament eines Wohnturmes mit einer Wandstärke zwischen 80-100 cm. Die sehr ordentlich bearbeiteten Feldsteine hatten einen Durchmesser bis zu 70 cm.

Auf der Ostseite besaß der Turm einen Eingang, den ein kleiner Anbau schützte. Dieser Eingang wurde später zugemauert. Das Fundament war das Kellergeschoß eines adligen Wohnturmes und besaß wahrscheinlich einen zweistöckigen Fachwerk-Aufbau.

Erbaut wurde der Rosenthaler Wohnturm wohl in der Zeit um 1300 und wird der Familie von "Krummensee" zugeordnet.

Adelige Wohntürme waren weit verbreitet. Sie entsprachen mittelalterlichen Vorschriften für den Bau von Befestigungen, die ohne Genehmigung des Landesherren errichtet werden durften. Diese Bauten boten wenig Sicherheit, sie dokumentierten den Status des Adels im Dorf. Sie bildeten mit mehreren Nebengebäuden und Ställen einen Hof, der durch Palisaden oder Flechtwerk-Zäune geschützt war. Der Wohnturm wich Ende des 17.Jh dem Bau des Schlosses.

(Landesdenkmalamt Berlin)

Ortsgeschiche in Straßennamen

Die heutigen Straßenbezeichnungen unterlagen verschiedenen Änderungen im Laufe der Jahre. Hier einige alte Straßennamen aus unserer Umgebung:

 

Hermann-Hesse-Straße >> Kurt-Fischer-Straße >> Bismarckstraße

Homeyerstraße >> Straße 69

Tschaikowski-Straße >> Kaiserin-Augusta-Straße

Grabbe-Allee >> Lindenstraße

Friedrich-Engels-Straße >> Kaiserweg

Wilhelm-Wolf-Straße >> Moltkestraße

Gaststätten:

Unsere Gartenanlage hatte früher die Haus-Adresse: Bismarckstraße 21

In unmittelbarer Nähe unserer Gartenanlage gab es 4 Gaststätten:

Gaststätte Max Weinholz: Bismarckstraße 20 (heute Hotel Solitaire)

Gaststätte Emma Schreiber: Bismarckstraße 44

Gaststätte Paul Marten: Bismarckstraße 15

Gaststätte Erich Krüger: Bismarckplatz 4

Schönholzer Heide
Schönholzer Heide Berlin

Unsere Gartenanlage ist untrennbar mit dem Volkspark Schönholzer Heide verbunden.

Die "Heide" umfasst eine Fläche von ca. 35 Hektar und ist ein heute locker bewaldetes Parkensemble mit viel Liegewiesen, Spielplatz, Sportstätten, Laufwegen und Winter-Rodelbahn.

Im nörtlichen Teil, durch die Germanenstraße getrennt, befindet sich das sowjetische Ehrenmal Schönholz.

Gartenanlage Zingertal
Gartenanlage Zingertal

 

In Verlängerung unserer Gartenanlage "Alte Baumschule" unmittelbar an der Friesenstraße /Schönholzer Heide befinden sich unsere Nachbar-Gartenfreunde der Gartenanlage Zingertal.

Die KGA Zingertal wurde im Jahr 1912 gegründet und feierte 2012 ihr 100-jähriges Bestehen.

Zingergraben Berlin
der Zingergraben

Unmittelbar an unserer Anlage entlang fließt der Zingergraben. Er ist ein eher kleiner Wassergraben, der beim Bürgerpark in die Panke fließt.

Die Panke ist ein 29 Km langes Gewässer, das dem Ortsteil Pankow als Namensgeber diente, und als Seitenarm in die Spree fließt.

Weiter nördlich von unserer Anlage durchzieht der Zingergraben die Zingerwiesen. Diese naturbelassenen Wiesen sind seit 1998 ein Landschaftsschutzgebiet als süd-westlichste Ausläufer zum Naturpark Barnim in Brandenburg.

Kinderhospiz Sonnenhof Berlin
Kinderhospiz Sonnenhof Berlin

SONNENHOF:

In der Wilhelm-Wolf-Straße 36-38 befindet sich das Kinder-Hospiz "Sonnenhof".

An dieser Stelle befand sich bis zum Beginn des 2. Weltkrieges ein jüdisches Kinderheim. Um die Jahreswende 1941-42 liquidierte die Gestapo das Heim.

Sie holten alle 150 Kinder - darunter 71 Säuglinge - aus dem Heim, verfrachteten sie auf Lastwagen und fuhren mit ihnen davon. Die Namen der Kinder sind nicht mehr bekannt, keines der Kinder wurde je wieder gesehen.

Nach dem Kriege wurde das Haus als ein Heim für den Lebensabend jüdischer Menschen eingerichtet.

Im Jahr 2000 hat die "Björn-Schulz-Stiftung" das Gebäude und Garten angemietet und zu einem Hozpiz für unheilbar kranke Kinder umbauen lassen.

Im Dezember 2002 wurde das Kinderhospiz SONNENHOF eröffnet.

 

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